[Stöckchen] Tag 7 – Ein Buch, das dich an jemanden erinnert

Ein Nachteil, den das Leserattendasein mit sich bringt, ist sicherlich die Tatsache, dass man relativ selten Bücher geschenkt bekommt. Die Schenker haben nämlich oft Angst, dass sie ein Buch verschenken, dass man selbst schon gelesen hat – und die Wahrscheinlichkeit ist ja doch recht hoch. Oder sie haben Angst, dass man das Buch absolut nicht mag… obwohl ich das niemandem vorhalten würde. [Einzige Ausnahme: Jemand, der mit Twilight schenkt wird sofort standrechtlich aus meinem Freundeskreis katapultiert!]
Trotzdem gibt es ein paar Bücher, die mich an jemandenen erinnern. Ich hab mal ein nicht ganz so privates rausgesucht – und das habe ich noch nicht einmal geschenkt bekommen, sondern selbstgekauft.

Calvino, Italo: Wenn ein Reisender in einer Winternacht

Dieser Roman erinnert mich an meinen Lieblingsdozenten Herrn D. bei dem dieses Buch im Seminar besprochen wurde. Ich war damals schon so begeistert, dass ich darüber gebloggt habe. Das Buch an sich ist einfach toll und es erinnert mich an viele diskussionsfreudige, mehr oder weniger produktive und zum Teil sehr harmonische Unizeiten – und eben an Herrn D. selbst, der mir während meiner Magisterarbeit und besonders als mitten in der Schreibphase meine Mama gestorben ist, so sehr geholfen hat durch seine pure Anwesenheit und Anteilnahme.
Der Reisende erinnert mich somit an gute Zeiten, schlechte Zeiten und liebe Personen – Hattrick also sozusagen. ;)

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~ von Sasy - Mai 26, 2010.

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