Bücher 2010 – April

Januar, Februar, März nachlesbar. :)

Die zusammengestoppelten Inhaltsangabensätze zu jedem Buch schenke ich mir ab sofort, sonst komme ich nicht mehr zu Dezember durch bis zum 31.12.10. ;) Dafür verlinke ich die Bücher aber jeweils mit der entsprechenden Amazon- oder Wikipedia-Seite – für Interessierte halt.

Ian McEwan: Am Strand
Von Ian McEwan habe ich vor Jaaahren schon mal etwas gelesen (Liebeswahn, 1997) und habe damals schon festgestellt, dass ich seine „psychologischen Einblicke“ eher ermüdend fand. So ging es mir auch mit Am Strand; langatmige innere Monologe, quälend durchtiefenpsychologisierte Szenen – nichts für mich. Ich erinnere mich auch gar nicht mehr genau, warum ich mir diesen Roman gekauft habe, aber seitdem steht der Autor immerhin auf meiner „No, no… uhm… no!“-Liste.

Bertolt Brecht: Herr Puntila und sein Knecht Matti
Bis März hatte ich ja ein eher gespaltenes Verhältnis zu Brecht, aber Mutter Courage und ihre Kinder hat das ja geändert und Herr Puntila und sein Knecht Matti hat es nochmals bestätigt. Das Stück ist witzig und sogar ein wenig spannend; die Figuren sind ausnahmslos sympathisch (auch wenn ich bei näherer Betrachtung glaube, dass das eigentlich nicht so vorgesehen war von Brecht) und ich hab mich gut amüsiert.

Roger Willemsen: Hier spricht Guantánamo
*hömhöm* Roger Willemsen geht eigentlich gar nicht, spätestens seit Kleine Lichter krieg ich eigentlich schon Bröckelhusten beim Anblick des Namens, aber in Hier spricht Guantánamo ist lediglich das Vorwort „willemsenisiert“ und die paar Seiten hab ich größtenteils überblättert. ;) Ich weiß, dass er ein von vielen Menschen hochgeschätzter Autor und Mann ist, aber ich kann mir einfach nicht helfen – sobald ich etwas von ihm lese, höre ich in meinem Kopf seine nölende Stimme und dann setzt bei mir irgendwas aus. *kofpschüttel* Aber ich schweife ab…
Die Interviews mit den ehemaligen Guantánamo-Insassen sind zum Teil erschreckend und haben mich immer wieder an Berichte von KZ-Häftlinge erinnert. Dies ist eins der wenigen Bücher, die ich erst mal nicht wieder hergeben möchte und dementsprechend hat es nun tatsächlich einen Platz in meinem Bücherregal bekommen.

Jörg Winter: Der Kunde ist Gast
Aus der Reihe Edition Buchhandel, aber entgegen einigen anderen Bänden der Reihe ist es nicht so bierernst geschrieben, wie der Titel vielleicht vermuten lässt. Tatsächlich ist es recht interessant und vielleicht auch irgendwann mal hilfreich in meinem Leben… ich geh dann mal Stellenanzeigen wälzen. ;)

Manfred Marquard: Einführung in die Kinder- und Jugendliteratur
Ich weiß nicht mehr wirklich, wie dieses Buch auf meinem SuB gelandet ist, aber ich vermute einfach mal stark, dass die Unibib es auf ihrem Zum-Mitnehmen-Tisch liegen hatte und das Wort „Literatur“ reicht dann für mich eigentlich schon als Argument es mitzunehmen.
Grundsätzlich ist das Buch auch eine gute, solide und leicht verständlich geschriebene Einführung – allerdings war das Exemplar, was bei mir gelandet ist, mehr als 20 Jahre alt… also eher suboptimal.

Floortje Zwigtman: Ich, Adrian Mayfield
Eigentlich war ich mir sicher, Ich, Adrian Mayfield bereits letztes Jahr gelesen zu haben, aber offensichtlich hat mein Gedächtnis mich da beschummelt. O.o Wie dem auch sei, der Roman lädt zum Eintauchen in das London des 19. Jahrhunderts ein und wenn man dort schon mal ist, sollte man sich nicht darüber wundern, dass einem Oscar Wilde und Bosie über den Weg laufen. Für nächstes Jahr steht die Fortsetzung, Adrian Mayfield – Versuch einer Liebe, auf meiner Leseliste.

Benjamin von Stuckrad-Barre: Auch Deutsche unter den Opfern (Hörbuch)
Neben Benjamin von Stuckrad-Barre liest auch Christian Ulmen und das alleine reicht eigentlich schon um mich in Begeisterungsstürme ausbrechen zu lassen. Beide sind nämlich wirklich gute, humorvolle Vorleser und die Auswahl der Texte ist gelungen. Ich erinnere mich zwar ab absolut nichts, aber es war sicherlich amüsant. ;)

Jay Asher: Tote Mädchen lügen nicht
Ich weiß noch genau, dass ich dieses Buch wirklich ergreifend fand und auch die eine oder andere Träne verdrückt habe, aber inhaltlich ist bei mir so gut wie nichts hängen geblieben. Schade eigentlich…

Erma Bombeck: Der Tag, als ich die Socke fand
Ich habe irgendwann mit 12 oder 13 angefangen die Bücher meiner Mama zu lesen und unter diesen waren auch einige von Erma Bombeck. In den folgenden Jahren haben diese Bücher immer und immer wieder den Weg vor meine Nase gefunden und deshalb war ich ganz angetan, dass auf meinem SuB eins auftauchte, was ich noch gar nicht kannte. Und natürlich wurde ich nicht enttäuscht… Erma rules! :D

Peter Krüger: Hammer und Sichel – Hunger und Tod
Kein Link zu diesem Buch, denn es ist in so geringer Auflage bei einem kleinen Verlag erschienen, dass es nicht bei Amazon zu finden ist. Bekommen habe ich es auch nur, weil mein Opa den Autor kennt – und mir das Ding mit den Worten „Hier, hab ich gekriegt. Lies mal!“ hingehalten hat. Russische Geschichte interessiert mich zwar nicht wirklich, aber Biographien sind immer gut und auch diese liest sich sehr angenehm.

Chuck Palahniuk: Rant
Die deutsche Übersetzung hat den Titel Das Kainsmal und ich versuche mich schon die ganze Zeit daran zu erinnern, ob es tatsächlich eine Art Kainsmal im Roman gibt, aber ich glaube nicht… egal, denn das Buch ist palahniuk-typisch sehr verwirrend nach den ersten 200 Seiten und zum Schluss fragt man sich, ob man nicht vielleicht zwischendurch mal eingenickt ist. Zumindest geht es mir bei den meisten Bücher von Chuck Palahniuk so – am Ende sitze ich immer da und frage mich, ob ich etwas wichtiges überlesen habe, denn mein Gehirn schafft es nicht alles zu entwirren, was verknotet wurde. In Rant ist das ganz besonders der Fall, denn es geht um Zeitreisen und dass jemand sich selbst in der Zukunft und Vergangenheit… bla bla bla… ich merke bereits, wie sich erste Knoten in meinem Kopf bilden. Aber aus genau diesem Grund liebe ich den Autor einfach. :)

Emma Thompson: Nanny McPhee and the Big Bang
Bei diesem Buch handelt es sich einerseits um eine tolle Fortsetzung der Nanny-McPhee-Story und andererseits um eine Art Drehtagebuch (wie Emma Thompson es ja auch schon mit dem Tagebuch zu Sinn & Sinnlichkeit vorgemacht hat) und beides ist miteinander verwoben. Ich liebe Emma Thompson. Das musste einfach mal gesagt werden. Egal was sie macht, sie macht es großartig – schreiben, lesen, schauspielern, atmen… alles! ♥ So auch hier. Punkt. ;)

~ von Sasy - Dezember 25, 2010.

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