Bücher 2010 – Juni

Januar, Februar, März, April und Mai nachlesbar. :)

Gunther Nickel (Hg.): Kaufen! statt Lesen!
Dieses schmale Bändchen beinhaltet die Niederschrift einer Podiumsdiskussion anlässlich der Leipziger Buchmesse 2004. An viel erinnere ich mich tatsächlich nicht mehr, aber ich weiß noch, dass ich mich zum Teil unsäglich gelangweilt habe, weil nichts wirklich informatives drinsteht.

Pamela Travers: Mary Poppins öffnet die Tür
Zwei Mary-Poppins-Bände sind bei mir gelandet, weil sie in den Flohmarktkisten der Stadtbücherei so verloren aussahen. Dieser hier ist der erst, den ich je gelesen habe – und tatsächlich habe ich auch nie die Verfilmung aus den 1960er Jahren gesehen. Vielleicht konnte ich mich deshalb mit der Geschichte nicht so wirklich anfreuden. Mary Poppins empfinde ich als extrem unsympathische, kalte und gemeine Figur, die ich nicht in unmittelbarer Nähe von Kindern sehen möchte.

Rudyard Kipling: Das Original-Dschungelbuch
Ich war mehr als überrascht zu sehen, dass das Dschungelbuch sich gar nicht komplett um Mowgli und seine Abenteuer dreht, sondern auch noch jede Menge andere Geschichten auf Lager hat. Insgesamt ist das Buch ein riesiges Sammelsurium von verschiedenen Figuren, Tieren, Gegenbenheiten, etc. – zumindest kam es mir so vor, denn inhaltlich ist das Dschungelbuch unglaublich dicht und farbenfroh.

Truman Capote: Kaltblütig
Auch hier handelte es sich um eine Premiere für mich, denn ich hatte bisher nichts von Truman Capote gelesen… und erstaunlicherweise seitdem auch nichts mehr, obwohl Capote seit Kaltblütig definitiv zu den Autoren gehört, die sich gerne öfters mal auf meinem SuB tummeln könnten. Der Roman ist nämlich unglaublich spannend und hat mich als Leser ständig von einer Seite zur anderen geschmissen, denn egal wie sehr ich mich dagegen gewehrt habe, zeitweise hatte ich doch Mitleid mit den Tätern, deren schreckliches Verbrechen (und die Zeit danach) in Kaltblütig beschrieben wird. Erst hinterher habe ich im Internet nachgelesen, dass es sich bei dem Roman um eine Tatsachenerzählung handelt.

David Nicholls: Ewig Zweiter
Offensichtlich hat mir dieser Roman zwar gefallen („generell sehr nett zu lesen, aber mit traurigem Ende“), aber ich habe kein Fitzelchen Erinnerung an ihn.

Faye Kellerman: Becca
Mein zweites abgebrochenes Buch im Jahr 2010, denn nach ungefähr hundert Seiten wollte ich einfach nicht mehr. Zu viele Personen, zu viel Hin- und Hergespringe. Schade, denn der Klappentext hörte sich ganz spannend an.

Enid Blyton: The Twins at St. Clare’s
Ich weiß gar nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin die Hanni-und-Nanni-Reihe im Original lesen zu wollen. Ich habe Ana und/oder Tina in Verdacht mich auf den Gedanken gebracht zu haben. ;) Ist ja eigentlich auch egal, denn die Idee war super. Hanni und Nanni heißen im Englischen zwar Patricia und Isabel und wurschteln sich nicht durch das Internat Lindenhof, sondern durch St. Clare’s, aber davon abgesehen hab ich mich beim Lesen wieder wie früher gefühlt. An die doch ein klitzekleines bisschen veraltete englische Ausdrucksweise („golly!“) muss man sich zwar gewöhnen, aber nach wenigen Seiten ist man drin in der Geschichte und alles ist gut. :)

Rebecca Casati: Hey Hey Hey
Auch hier mal wieder: Null Ahnung worum es ging, aber meine Notizen sagen eh „hat mich nicht überzeugt und wirkt sehr erzwungen“.

Christopher Rice: Grausame Spiele
Ich weiß noch, dass dieser Romane sehr lange auf meinem SuB lag und ich auch gar nicht mehr genau weiß, wie er darauf gekommen ist, aber irgendwann hab ich mich dem Wälzer, der sehr groß ist für ein Taschenbuch, dann doch gestellt. Offensichtlich fällt dieses Buch auch in eine Phase geistiger Umnachtung, denn ich weiß nur noch, dass ich zum Ende hin immer frustrierter wurde, da plötzlich viele Verwinkelungen auftauchen. Ich mag so etwas gar nicht, gerate aber irgendwie immer mal wieder an solche Romane, die spannend, geordnet und sehr klar anfangen und im letzten Drittel plötzlich entweder mit Figuren, Zeitsprüngen oder überraschend auftauchenden Szenen um sich schmeißen, als wäre dem Autor klar geworden, dass er nur noch 100 Seiten Platz hat. :(

Mick Imlah (Poems selected by): Alfred, Lord Tennyson
Ja, Lyrik halt. Ist nicht mein Ding und wird es auch wohl nie werden.

A.J. Jacobs: Mensch, bist du dick geworden!
Von A.J. Jacobs hatte ich bereits Britannica & Ich und Die Bibel & Ich gelesen und besonders ersteres hat mich beeindruckt, so dass Jacobs seitdem auf meiner Liste der unbedingt zu lesenden Autoren steht. In Mensch, bist du dick geworden! berichtet er in recht kurzen Texten von verschiedenen Experimenten, denen er sich gestellt hat. Das Experiment der radikalen Ehrlichkeit, was ja auch im Titel anklingt, kommt leider etwas zu kurz. Schade, denn genau darauf hatte ich mich durchaus gefreut. Aber davon abgesehen ist das Buch interessant und amüsant – und nicht ganz so langwierig wie die anderen beiden Brocken, die er schon geschrieben hat. ;)

Nicola Bardola: Bestseller mit Biss
Nein, nein, nein. In mir sträubt sich jetzt noch alles, wenn ich an diese mehr oder weniger pseudo-wissenschaftliche Betrachtung der Twilight-Reihe denke. Wenn solche Bücher von renommierten Listeraturwissenschaftlern verfasst werden, dann erwarte ich etwas mehr als inhaltsloses Geschwafel über die Autor-Werk-Beziehung und dutzende Seiten Lobhudeleien. Wenn ich mich schon über schlechte Literatur wie die Meyer-Dinger informieren will, dann bitte fachlich korrekt und nicht in Elke-Heidenreich-Manier. *kopfschüttel*

Pamela Travers: Mary Poppins im Park
Hierfür gilt eigentlich das Gleiche wie für den Mary-Poppins-Band, den ich oben schon erwähnt habe.

Taras Grescoe: Verteufelt gut
Viel ist mir von diesem Buch nicht im Gedächtnis geblieben. Ich erinnere mich nur noch, dass der Autor sich praktisch auf eine Reise um die Welt begibt um verbotene Dinge zu konsumieren, sei es nun Rohmilchkäse, Kokain oder Absinth. Inhaltlich ist mir so ziemlich alles entfallen, aber ich erinnere mich an das eher unangenehme Gefühl, dass der Autor mir insgesamt zu sehr für so ziemlich alle berauschenden und bewusstseinserweiternden eingesetzt hat.

Ian Sansom: So schnell wackelt kein Schaf mit dem Schwanz
Diesen Roman hab ich im Rahmen der „5 Bücher = 5 Länder“-Challenge verbloggt.

~ von Sasy - Januar 1, 2011.

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