Bücher 2010 – September

Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli und August nachlesbar. :)

Bill Bryson: The Mother Tongue. English and how it got that way
Ich mag Bill Bryson generell ganz gerne, denn sein Schreibstil ist ganz charmant und bringt mich immer wieder zum Lachen. So ging es mir auch mit The Mother Tongue in dem er die Geschichte der englischen Sprache mehr oder weniger zusammenrafft und einige Eigenheiten vorstellt. Jedem, der die Sprache mag, kann ich dieses Buch ruhigen Gewissen ans Herz legen.

Gordon Dahlquist: Die Glasbücher der Traumfresser, Bd. 2, Der Kardinal
Die große Traumfresser-Box steht bei mir schon seit mindestens anderthalb Jahren im Regal und ich schaffe immer nur Mäuseschrittchen, aber im Rahmen des Lesetags #1 bin ich endlich dazu gekommen den 2. Band zu lesen (und den 3. immerhin anzufangen). Ich weiß tatsächlich immer noch nicht, was ich von diesem Machwerk halten soll, aber das mag daran liegen, dass ich mich nach ein paar Monaten Abstinenz immer erst wieder in die Geschichte einlesen muss – und dann ist so ein dünner Band meistens auch schon wieder vorbei. Ich bin mir nicht sicher, ob ich es jemals schaffen werde alle 10 Bände zu lesen.

Erich Kästner: Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee
Ich habe ein leicht gespaltenes Verhältnis zu Kästner (was darin liegt, dass ich 8 1/2 Jahre auf einer Erich Kästner-Gesamtschule war), aber Der 35. Mai fand ich wirklich putzig. Vielleicht sollte ich Kästner noch mal eine Chance geben; er kann ja nichts dafür, dass mir meine ehemaligen Deutschlehrer jede Lust auf ihn verdorben haben. ;)

Ingrid Noll: Die Apothekerin
„100 Seiten weniger hätten dem Buch sicherlich gut getan“ steht in meinen Notizen und der Meinung bin ich immer noch. Insgesamt hat mir der Roman zwar wirklich gefallen, aber er ist streckenweise doch ein bisschen ermüdend. Inhaltlich weiß ich übrigens nicht mehr so wirklich viel. *schäm*

Nick Hornby, u.a.: Speaking with the Angel
Joa, Kurzgeschichten halt, unter anderem von Colin Firth (um die ging es mir in erster Linie), aber ich hab nicht eine einzige im Gedächtnis behalten… nicht mal mehr der Titel der CF-Geschichte fällt mir ein… sowas aber auch, tzö.

Peter & Florian Freund: Die Drachen-Bande. Das Phantom um Mitternacht
Ein weiteres Cousinen-Buch, dieses Mal mitten aus einer Reihe – was ich eigentlich gar nicht mag, aber beim Lesetag #1 war mir das egal, hauptsache leichte Unterhaltung. Tatsächlich war allerdings Das Phantom um Mitternacht gar nicht so seicht, wie ich gedacht habe, es war im Gegenteil nämlich ganz spannend und gut geschrieben. Ein Glücksgriff. :)

Lemony Snicket: Eine Reihe betrüblicher Ereignisse, Bd. 2, Der Reptiliensaal (Hörbuch)
Ausnahmsweise mal wieder ein Hörbuch (die sind 2010 wirklich viel zu kurz gekommen bei mir) und auch wieder ein Kinderbuch. Den 1. Band fand ich ja schon sehr herzzereißend und die Story zu hören macht es auch nicht einfacher die Tränen zu unterdrücken. Ich glaube, die restlichen Bände führe ich mir auch als Hörbücher zu Gemüte.

Hwang Sok-yong: Die Geschichte des Herrn Han
Ich habe keinen blassen Schimmer, worum es ging, aber folgendes habe ich mir aufgeschrieben: „interessant und gut geschrieben“ – wow, das kann alles mögliche bedeuten, aber gut… breiten wir den gnädigen Schleier des Vergessen einfach wieder über dieses Buch.

Roma Ligocka: Das Mädchen im roten Mantel
Ein weiteres autobiographisches Buch (was im Endeffekt offensichtlich doch etwas mehr Fiktion beinhaltet, als ich vermutet hatte), was ich gerne gelesen habe. Aber auch hier wirkt das Ende viel zu gedrängt, mehrere Jahre werden auf wenige Seiten zusammengestaucht, wenn ich mich richtig erinnere – so etwas nervt mich dann im Nachhineein immer extrem.

Georgette Heyer: Penelope und der Dandy
Mit meiner Meinung über Georgette Heyer hab ich Pingu ja ein bisschen schockiert, aber mich hat Penelope und der Dandy einfach nicht mitgerissen. Ich mochte die Geschichte sehr gerne und hab mich zum Teil köstlich amüsiert, aber das war’s dann auch schon. Ich hatte mir erhofft, dass ein tieferer Eindruck entsteht und dass ich richtig in die Handlung reingezogen werde, aber darauf hab ich vergeblich gewartet. Ob ich noch mal etwas von ihr lese, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht.

José Carlos Somoza: Die dreizehnte Dame
Das dritte abgebrochene Buch 2010. Wenn mich nicht alles täuscht, ist dieses Buch auf meinem SuB gelandet, weil ich das Cover so schön fand – doofer Fehler. Never judge a book by its cover. Der Roman fängt so extrem übertrieben an, dass ich es über Seite 60 nicht hinaus geschafft habe – und selbst dahin bin ich nur unter Qualen gekommen. Gut, dass ich gar nicht mehr weiß worum es ging. ;)

Eva Herman: Das Eva-Prinzip
Ja. Eva Herman und ihr Eva-Prinzip. *kopfkratz* Eigentlich wollte ich dieses Buch verbloggen und ich hatte es tatsächlich auch wochenlang mit vielen Eselsohren und Post-Its neben meinem Schreibtisch liegen, aber ich hab es dann doch nicht getan. Ich hätte mich nur unnötig aufgeregt und da ich ja jetzt auch in dem Alter bin, wo man auf seinen Blutdruck achten muss… aber zurück zum Buch – so man es denn so nennen will/kann. Das Ding ist lächerlich und auch wenn ich es selbst ebenfalls schade finde, dass in Deutschland immer weniger Kinder geboren werden, möchte ich mir nicht von jemandem wie Eva Herman vorschreiben lassen, wann und unter welchen Umständen ich gefälligst einen Zwerg aus mir rausquetschen soll – die Frage ‚ob überhaupt‘ steht bei ihr ja sowieso schon mal gar nicht zur Debatte. Ich höre jetzt auch lieber auf, sonst fange ich doch noch an zu lamentieren.

Désirée Nick: Eva go home
Obwohl ich Désirée Nick so unsympathisch finde ein Kaugummi, der sich an meiner Schuhsohle festklammert, war ihre Antwort auf Das Eva-Prinzip genau das richtige Kontrastprogramm. Es freut mich doch sehr, dass es immer noch alleinstehende, erfolgreiche und glückliche Mütter gibt, die sich nicht unterbuttern lassen. Go girls! ;)

Jim Kokoris: An einem Tag wie diesem
Die Story dieses Romans (Sam wird von seiner Frau verlassen und macht sich auf die Suche nach einer Nonne, die er im Fernsehen gesehen hat und die ihm seiner Meinung nach als einzige aus der Krise helfen kann) ist ein bisschen abgedreht und typisch amerikanisch, aber ich habe beim Lesen gemerkt, dass ich im gleich Maß ruhiger und glücklicher wurde, wie der Protagonist – und das fand ich wirklich erstaunlich. Jim Kokoris‘ Schreibstil erinnerte mich ein bisschen an Willy Vlautin und auch das ist definitiv ein Pluspunkt für den Autor, dementsprechend gucke ich mich jetzt mal nach weiteren Büchern von ihm um.

Boris Becker: Augenblick, verweile doch…
Ich habe eine Schwäche für Biographien, das gebe ich gerne zu. Sie können noch so trashig oder peinlich sein, ich lese sie, da kenne ich keinen Schmerz. ;) Augenblick, verweile doch… ist tatsächlich gar nicht mal sooo schlecht. Zeitlich läuft in dem Buch zwar alles kreuz und quer und für mich persönlich wird ein bisschen zuviel mit Tennisbegriffen um sich geschmissen, aber insgesamt ist mir Bobbele jetzt sympathischer als vorher.

James Krüss: Nele oder Das Wunderkind
Wieder mal ein Buch, das sich fast völlig meinem Langzeitgedächtnis entzogen hat. Ich erinnere mich dunkel, dass ich es ein bisschen verwirrend und viel zu langatmig fand, aber das war’s dann auch schon.

Advertisements

~ von Sasy - Januar 3, 2011.

3 Antworten to “Bücher 2010 – September”

  1. »Es freut mich doch sehr, dass es immer noch alleinstehende, erfolgreiche und glückliche Mütter gibt, die sich nicht unterbuttern lassen. Go girls! ;)«

    Sasy, Schnupselchen! Jetzt kommst du aber an mein Herz! *gg*

    Wieso brauche ich für sowas einen laaaaaangen Motzeintrag und du packst das in zwei Sätze?
    *knuddelt Sasy um* :D

    Was Pen und Sir Richard angeht:
    Wenn ich jetzt sage: Sich amüsieren ist das, was ich von späten GH-Büchern wie diesem erwarte, ist das dann gemein? *gg* (Angeblich sind die frühen Romane ernster, aber ich hab auch bei Frühchen wie „These Old Shades“ mehr gelacht, als vielleicht schicklich ist – nachdem ich den WTF-Ausdruck nach den ersten 50 Seiten losgeworden bin ;))
    Aber schockiert hast du mich nicht. Mir tut’s viel eher leid, wenn ich Bücher empfehle und sie dann nicht gemocht werden, weil ich mich dann immer ein bisschen wie ein Betrüger fühle. ;)
    (Aber Bücher sind halt Geschmackssache, nicht? Haben wir uns trotzdem noch lieb? *gg*)

  2. Und ob wir uns noch lieb haben! :) *drück*
    Es ist ja auch nicht so, dass ich GH in Zukunft meiden werde, wie der Teufel das Weihwasser. Ich hatte nur aus irgendeinem Grund etwas anderes erwartet von dem Buch. Aber vielleicht ist GH auch einfach eine Autorin, die jetzt im Moment nicht zu mir passt, aber später mal. Wer weiß…

    Und deinen Motzeintrag fand ich gar nicht so motzig, sondern sehr gut. Ich werde dazu auch noch ausführlicher etwas schreiben… wenn ich denn irgendwann mal meinen Jahresrückblick fertig habe. Kann sich nur noch um Wochen handeln! ;)

  3. *quietscht* *knuschelt Sasy* :D

    Unter uns, ich hab auch was ganz anderes erwartet, als ich das Buch damals gelesen habe… irgendwie was… romanzenhafteres. *gg*

    Danke für das Motzlob. :D Ich war einfach so aufgebracht in dem Moment und war es auch Tage später noch, als ich es nochmal geschildert habe. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mich das so angehen würde. ;)
    Oh… und hatte ich schon erwähnt, dass ich sehr gespannt auf deine Worte zu dem Thema bin?

    Aber was den Jahresrückblick angeht: Tröste dich, ich hab auch noch ein Viertel offen und weiß nicht, wann ich das hinbekomme. Und ich hatte wesentlich weniger zu schreiben als du… ;)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s