Bücher 2010 – Dezember

Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober und November nachlesbar. :)

Jutta Profijt: Kühlfach 4
Von der Story her fand ich diesen Roman eigentlich ganz nett und spannend, aber die extrem übertriebene Alltags-/Prollsprache hat den guten Eindruck – zumindest bei mir – völlig zerstört. Wirklich schade. Das war übrigens mein erstes auf meinem Sony Pocket-Reader gelesenes eBook. :)

Kai Strittmatter: Gebrauchsanweisung für China
Es gibt ja mehrere dieser Gebrauchsanweisungsbücher und einige kann man ungelesen in die Tonne kloppen, weil sie einfach nur dämlich sind, aber dieses Exemplar über China fand ich ganz nett. Ich habe doch ein paar Sachen gelernt (unter anderem, dass man Mondkuchen nicht wirklich essen sollte, da sie widerlich süß und prinzipiell nur Deko sind) und ein paar Mal gelacht – mehr will ich gar nicht. ;)

Lynne Truss: Eats, Shoots and Leaves
Ich bin ja grundsätzlich immer ein bisschen erstaunt, dass es außer mir noch mehr Leute gibt, die über falsch platzierte Apostrophe u.ä. stolpern. Lynne Truss ist wohl die Königin aller Orthographie-/Grammatik-/Syntaxfanatiker, denn immerhin hat sie sogar ein Buch zu dem Thema geschrieben. Zwischendurch war ich zwar auch völlig verloren [ich ignoriere die deutschen Regeln zur Kommasetzung ja schon und die englischen sind noch 20x komplizierter – puh!], aber insgesamt bin ich von Eats, Shoots and Leaves sehr begeistert.

Paul Watzlawick: Gebrauchsanweisung für Amerika
Hier das Gegenbeispiel zur Gebrauchsanweisung für China, nämlich eins der Bücher, die man sich nicht antun muss. Allerdings liegt das gar nicht unbedingt am Buch selbst (ich will dem Autor definitiv keinen Vorwurf machen), sondern daran, dass es hoffnungslos veraltet ist und offensichtlich nie aktualisiert wurde. Wie kann man ein solches Buch, das ja mehr Fakt als Fiktion ist, einfach jahrzehntelang immer wieder neu auflegen ohne mal eben den Inhalt zu überprüfen? Ein gutes hat dieser „altmodische“ Text allerdings, denn ich bin über etwas gestolpert, was mich wirklich zum Lachen gebracht hat:

Die Menschheit hieß daher mankind, chairman bedeutete sowohl der wie die Vorsitzende, und die Feststellung All men are mortal hatte für Männer wie Frauen Gültigkeit. Mit diesem beklagenswerten, männlich-chauvinistischen Zustand sind die Frauenrechtlerinnen nun im Begriff aufzuräumen. […]  Aber nun stellen Sie sich einmal vor, wie zum Beispiel unsere Gesetzbücher oder Lehrbücher der Medizin aussehen würden, wenn zur Vermeidung von Sexismus überall ‚der oder die Angeklagte‘ oder ‚der Patient oder die Patientin, der oder die hohes Fieber hat…‘ stehen würde. Etwas ähnliches aber wird nun inden USA ganz ernsthaft versucht und führt dazu, dass es in gewissen, besonders emanzipierten Veröffentlichungen von den holprigen Formulierungen ‚he or she‘, ‚he/she‘ oder auch umgekehrt nur so wimmelt.

Tja, in den 70ern hielt man es noch für Utopie, heute ist der Wahnsinn da… das Studentensekretariat darf ja auch nicht mehr so heißen und wer bei der Ansprache die Kolleginnen vergisst, wird hinterher mit den Zahnstochern aus dem Mettigel aufgespießt.

Arthur Conan Doyle: Die Abenteuer von Sherlock Holmes & Arthur Conan Doyle: Die Memoiren von Sherlock Holmes
Ich fasse die beiden ersten Bände der Sherlock-Holmes-Gesamtausgabe mal zusammen, denn ich finde sie beide herzallerliebst. Wenn ich mich nicht irre, habe ich auch tatsächlich vorher noch nie etwas von Arthur Conan Doyle gelesen und jetzt frage ich mich, wie ich bisher ohne Sherlock Holmes leben konnte – immerhin habe ich Miss Marple und Hercule Poirot schon als Kind entdeckt, aber vielleicht muss man für Holmes ein gewisses Alter haben. Ich mag die Storys auf jeden Fall wirklich sehr gerne und lese mich gerade durch den 3. Band.

Bret Easton Ellis: Imperial Bedrooms
Bei Bret Easton Ellis rechne ich eigentlich immer mit völlig verwinkelten und verschachtelten Romanen, die Fakt und Fiktion, Traum und Wirklichkeit mischen und eine Portion Splatter mit reinbringen, aber Imperial Bedrooms ist erstaunlich klar strukturiert. Erst ganz zum Ende hin musste ich ein paar Seiten zurückblättern, weil ich plötzlich das Gefühl hatte ein Kapitel überschlagen zu haben. Der Roman ist ein Sequel zu Less Than Zero, aber da ich mich kein Stück an BEEs ersten Roman erinnern konnte, behaupte ich ruhigen Gewissens, dass man ihn auch ohne Kenntnis von Less Than Zero lesen (und verstehen) kann. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass Imperial Bedrooms ein guter Einstieg wäre für jemanden, der bisher noch gar nichts von BEE gelesen hat.

Martin Mucha: Papierkrieg
Diesen Roman hab ich im Zuge der „5 Bücher = 5 Länder“-Challenge verbloggt.

Holger Backwinkel & Peter Sturtz: Schneller lesen
Offsichtlich lese ich bereits schneller als die meisten anderen Menschen, so dass mir dieses Bändchen leider nicht viel gebracht hat. Die Übungen sind so einfach, dass ich zu Beginn tatsächlich gedacht habe, die Autoren wollen mich verarschen. O.o Die meisten Tipps, die man dort nachlesen kann, sind für mich keine, da ich sie schon immer anwende – beispielsweise den Text nicht im Kopf mitzusprechen oder nicht jedes Wort mit den Augen einzeln zu fixieren.

Antje Blinda & Stefan Orth: Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt
Lustig. Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen, denn es handelt sich ja im Prinzip nur um eine Zusammenstellung von Lesereinsendungen, lauter kleine Begebenheiten aus dem Flugverkehr, die zeigen, dass Piloten das Reden lieber anderen überlassen sollten. Abgerundet wird das ganze durch ein Interview mit einem Psychologen, der erklärt (naja, er versucht es zumindest), warum der Pilot es nur gut meint, wenn er die Passagiere darüber informiert, dass im Cockpit eine rote LAmpe leuchtet, deren Bedeutung er allerdings erst mal im Handbuch nachschlagen muss. Leuten mit Flugangst würde ich das Buch eher nicht empfehlen. [Ich selber hab keine Angst vor’m Fliegen, nur vor’m Abstürzen. ;)]

Mrs. (Edna) Stephen Fry: Mrs. Fry’s Diary
Bei Twitter wurden mir ihre Tweets irgendwann zu viel und ich hab sie „unfollowed“, aber in Buchform geht es eigentlich. Da kann man zwischendurch mal Pause machen und sich der wirklichen Welt stellen. Insgesamt fand ich dieses fiktive Tagebuch schon ganz amüsant, aber stellenweise zieht es sich ein bisschen und einige Sachen waren mir auch einfach mal zu dämlich (z.B. die doch häufig vorkommende Frage, wie viele Fry-Kinder es denn nun tatsächlich gibt… ich hab mitgezählt, es sind 7 – die Zwillinge Asbo und Subo, Vienetta, Brangelina, Hugh Jr., Stephen Jr. und das namenlose Baby).

Italo Calvino: Der Baron auf den Bäumen
Auch zu diesem Buch habe ich einen Blogeintrag geschrieben.

Ein Buch habe ich in der Collage oben vergessen… Charlaine Harris: A Touch of Dead
Eine Zusammenstellung von mehreren Sookie-Stackhouse-Kurzgeschichten, die sich quasi zwischen den Romanen ereignet haben. Liest sich genauso gut wie die Romane selbst und gehört einfach dazu, wenn man die Reise so gern hab wie ich. :)

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~ von Sasy - Januar 4, 2011.

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