How to read not write a book

Dieses Buch stand lange auf meiner Wunschliste – über ein Jahr, wenn ich mich richtig erinnere. Und nachdem es nun vor kurzem bei mir einziehen durfte, bringt es mich so langsam aber sicher um den Verstand.
Seit Anfang Dezember lese ich an dem Ding herum und bin gerade mal auf Seite 120 (von über 400). Ich schaffe es nicht mehr als 3 oder 4 Seiten am Stück zu lesen, bevor ich das fast unwiderstehliche Bedürfnis habe, das Buch in einen Eimer kaltes Wasser zu tauchen und danach wild zu schütteln.

Mir ist schon klar, dass How to Read a Book von Mortimer J. Adler in den 70er Jahren verfasst wurde, aber auch da können Menschen im Allgemeinen, und Leser im Besonderen, nicht so dämlich gewesen sein, dass man ihnen alles mehrfach sagen musste.

I do it [reading a book] sitting up at my desk, and almost always with a pencil in hand and a pad at the side. That suggests another sign by which to tell whether you are doing the job of reading. Not only should it tire you, but there should be some discernible product of your mental activity. (Seite 110)

Wenn ich etwas lese, sollte ich mir Notizen dazu machen. Okay. Kapiert.

You will be able to tell whether you have been reading actively by your pencil and paper work. (Seite 111)

Jaha.

Whatever procedure you chose, you can measure yourself as a reader by examining what you have produced in notes during the course of reading a book. (Seite 112)

Okay, jetzt wird’s langsam lächerlich.

The point here is simply that you can discover whether you are doing what should be done by the note taking or markings which have accompanied your reading. (Seite 113)

Das ist dann der Punkt an dem ich aufhören muss und das Buch mindestens 12 Stunden lang nicht mehr anfasse.
Aus reinem Protest mache ich mir schon keine Notizen mehr zu How to Read a Book. So. Nimm das, Mr. Adler.

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~ von Sasy - Januar 10, 2011.

3 Antworten to “How to read not write a book”

  1. *lol*
    WTF?

    Meint der das ernst oder ist das eine Satire?

    • Nein, nein, das ist schon ein vollkommen ernst gemeintes Buch, aber der Mann wiederholt sich so oft, dass ich wirklich langsam durchdrehe.

      Und das Schlimmste: Das mit dem Notizen machen ist nur ein Beispiel. Er wiederholt auch alles andere gefühlte zweitausend Mal… wie nötig es ist, dass Lehrern das „richtige“ Lesen beigebracht wird, wie schlecht Studenten lesen, dass er selbst nur Tipps, aber keine allgemeingültigen Regeln geben kann, etc.pp.
      Ich bin mir relativ sicher, dass man das gesamte Buch auf 40 Seiten zusammenstauchen könnte – ohne den Sinn zu verfälschen.

      • Das kann ich verstehen, das würde mir vermutlich auch total auf den Keks gehen.

        Aber vielleicht wiederholt er alles, *weil* das Buch sonst bloß 40 Seiten lang wäre und er aber mehr füllen musste? ;)
        (Wobei… wieviele Seiten hat das Ding? 400? Das ist dann schon ziemlich heftig.. o.o)

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