Mach das weg!

Ich hatte gestern eine Fangirl-Reaktion, die mir bisher in dem Maß nicht bekannt war und sich onomatopoetisch ungefähr so anhört: Örks! Mehr oder weniger durch Zufall bin ich nämlich über die Wiki-Seite der neuen Torchwood-Staffel gestolpert:
Torchwood: Miracle Day

Ja, ich nehme es Russel T. Davies immer noch übel, dass er Ianto und Owen einfach mal eben so um die Ecke gebracht hat (von Tosh ganz zu schweigen) und ich habe wirklich gehofft, dass es nach Children of Earth keine weitere Staffel geben wird, aber RTD wäre ja nicht RTD wenn er nicht einfach noch mal ’ne Schippe nachlegen würde. Torchwood wird nämlich jetzt amerikanisch. Es wird hauptsächlich in Los Angeles gedreht und es kommen eine Menge amerikanische Schauspieler dazu.

Russel T. Davies: „We’re simply moving countries.“

Selbst damit könnte ich nur ganz schwer leben… ich mochte die Atmosphäre in Wales. Ich mochte den Dialekt/Akzent, die typischen, immer ein bisschen dreckigen, Straßen, den Hub, die wunderfeinen Aufnahmen der Cardiff Bay, die ganzen Probleme, die der Rift mit sich brachte, etc.pp. (und ich mochte Ianto!). Die Serie war zwar im Vergleich zu Doctor Who schon von Anfang an ein bisschen „amerikanisiert“, aber trotzdem war sie für mich immer typisch kleinstadt-britisch.

Vielleicht sitzt meine Enttäuschung über Children of Earth und RTDs damit verbundenem Verhalten einfach noch zu tief, aber in mir sträubt sich momentan tatsächlich alles gegen das „neue“ Torchwood.

Das wollte ich nur mal eben loswerden. Vielen Dank fürs Zuhören. ;)

~ von Sasy - Februar 19, 2011.

5 Antworten to “Mach das weg!”

  1. Lustig, meine Reaktion eben war: Boah, ne!

    *gg*

    Ich hab den Artikel jetzt nicht ganz unbedarft gelesen (kannte ihn aber so noch nicht), sondern hatte einen Teil der Informationen vorher schon irgendwo aufgeschnappt, war allerdings da schon nicht sonderlich begeistert und daran hat sich jetzt auch nicht wirklich was geändert.

    Den Wechsel von Cardiff in die USA (wo auch immer das sein mag, ich hoffe, es spielt dann nicht auch in LA, denn „Torchwood: LA“ kann ich mir so gar nicht vorstellen), halte ich nicht nur für eine schlechte Idee, sondern sogar für einen Fehler, denn für mich hat Cardiff maßgeblich(!) zum Charme der ersten Staffeln beigetragen und es hat doch auch irgendein Torchwood-PTB gesagt, dass „Cardiff jetzt endlich mal Cardiff sein dürfte und nicht immer nur London spielen müsste“…
    Die Stadt wird auf jeden Fall fehlen! *hmpft*

    Mit den Charakteren… weiß ich nicht… Rex Matheson langweilt mich jetzt schon, aber mein größtes Problem habe ich mit Oswald Danes, vor allem weil ich RTD mit so einem Charakter echt alles zutraue (wobei auch ich da immer noch latente [oder auch nicht so latente] Wut wegen CoE verspüren könnte – über das ich auch immer noch nicht hinweg bin).

    Ansonsten bin ich froh, dass Gwen, Rhys und Andy wieder mit dabei sind. Auch wenn ich es wirklich vorgezogen hätte, wenn die Drei zusammen mit Johnson (?) aus CoE den Hub wieder aufgebaut und da allein weiter den Rift gerockt hätten (das war immer mein Traum nach CoE *g*).
    Mit Jack… weiß ich nicht… auf der einen Seite freue ich mich immer über John Barrowman und seinen Jack, auf der anderen Seite hätte ich gedacht, dass er weitaus länger wegbleiben würde (auch wenn wir natürlich nicht wissen, wie viel Zeit vergangen ist)…

    Und dass es wieder um diese Dreiecksbeziehung Jack/Gwen/Rhys gehen soll, nervt mich auch jetzt schon. Ich fand Jack/Gwen nämlich nie wirklich überzeugend…

    Ähm… und ich glaub… das war’s.

    Ach ne! Es soll nur Torchwood nur noch als Mini-Serien geben? BLÖD! Ich *mochte* TW als MotW-Show. Das war so herrlich… schräg. :D
    (Gott, ich hoffe die neue Staffel wird zumindest ein bisschen schräg und nicht nur CoEig!)

    Jetzt aber! *g*
    Tschuldigung für’s Eintrag-Übernehmen. *gg*

    • Du hast ja so recht.
      Cardiff gehört einfach zu Torchwood und Torchwood zu Cardiff. Es muss doch nicht immer alles nach Amerika ausgelagert (und damit gleichzeitig standardisiert) werden.

      Rex Matheson wird ja von Mekhi Phifer gespielt und der wird für mich immer der unsympathische FBI-Agent aus „Lie to Me“ sein – vor allen, da er in TW ja offensichtliche eine ähnliche Rolle spielen wird. Typecasting ist immer doof.

      Die Ménage à trois mit Rhys, Gwen und Jack ist mir immer auf den Geist gegangen und wird es auch weiterhin tun. Ich mag Rhys zu gerne (und Gwen zu wenig) um mich wirklich dafür begeistern zu können.
      Außerdem habe ich gemerkt, dass Captain Jack nach CoE einen ganz komischen Geschmack bei mir zurückgelassen hat. Wenn ich an ihn denke, stellen sich mir die Nackenhaare auf und mein Gesicht verzieht sich zu einem angewiderten Grinsen. Die Schuld dafür kann ich nur RTD in die Schuhe schieben, denn John Barrowman finde ich nach wie vor göttlich.

      Ich glaube, ich sollte CoE einfach noch mal gucken… vielleicht mag ich es ja beim 2. Mal besser leiden… *zweifel*

      • Typecasting ist immer doof

        Auch ohne den Schauspieler zu kennen, unterschreibe ich das sofort!

        Ich hab versucht, CoE nochmal zu schauen, als es auf RTL2 lief, aber… ach! Ne… Dabei mag ich die ersten Tage ja durchaus… aber seit ich weiß, was dann am Ende passiert, kann ich auch den Anfang nicht mehr unschuldig genießen…

        Deine Vorbehalte gegen Jack kann ich verstehen. Ich fand ihn am Ende in CoE auch nur… seltsam und ich kreide ihm sein „Weglaufen“ doch sehr an. Denn das Weglaufen an sich entspricht zwar irgendwie schon dem Charakter, den wir damals mit dem Doktor und Rose zusammen kennengelernt habe, aber auf der anderen Seite hat er sich so entwickelt seit dem, dass ich es ihm nicht zugetraut hätte.
        Und… was ich ehrlich gesagt am Irritierendsten fand, ist dass er mich am Ende so an Ten erinnert hat. Was ja jetzt nichts schlimmes sein muss, ich mochte Ten die meiste Zeit über ja sehr gern, aber er ist halt nicht Jack udn Jack ist nicht Ten und Jack hat in TW zwar auch durchaus einiges an emotionalem Ballast, aber das Ende wirkte auf mich – ganz ehrlich – als hätte sich da… jemand *hüstelhust*… zu sehr an den Doktor gewöhnt und versucht, ihn auf Jack zu übertragen.

        Trotzdem hab ich irgendwie die Hoffnung, dass er sich wieder „fängt“.

        Also… *rudert mit den Armen* Weißt du, was ich meine? *gg*

        • Ich weiß schon, was du meinst und die Parallelen zwischen Ten und Jack sind mir auch aufgefallen. Beide „Abschiede“ haben einen komisches Gefühl bei mir zurückgelassen. Bei Ten hat sich das mit 11 ja gegeben, aber bei Jack? Na, ich weiß nicht…
          Ich behalte erst mal meine Verweigerungshaltung gegenüber TW bei… solange noch keine neuen Folgen laufen, ist das ja auch einfach. ;)

          • Oh, da bin ich aber froh, dass ich mit dem Eindruck nicht allein dastehe… und deine Verweigerung kann ich gut nachvollziehen…

            Wir können die Folgen ja (mehr oder weniger virtuell) gemeinsam händchenhaltend schauen. ;)

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