Gelesen im März 2011…

Januar ° Februar

Moritz Netenjakob: Macho Man
Ich bin eigentlich kein Freund von… ähm… ich wollte jetzt ChickLit schreiben, aber das passt nicht. Gibt es einen Ausdrück für männliche ChickLit? Also, dieses typische „Haaach, mich will ja keine und dabei bin ich doch so ein töfter Typ und mache sogar Pilates“-Geseiere… eigentlich mag ich das nicht – weder die weibliche, noch die männliche Version. Und wenn so ein Buch auch noch mit pseudolustigen Wortkombinationen und irgendwelchen abgelutschten Platitüden daherkommt, fange ich gerne auch mal aus lauter Verzweiflung an zu schreien. Deshalb bin ich ein bisschen von mir selbst überrascht, denn Macho Man entspricht genau diesem Typus. Vielleicht lag ich einfach zwei Tage im Hormonkoma; da passiert sowas dann schon mal. Muss man nicht lesen, kann man aber.

Daniel Glattauer: Theo. Antworten aus dem Kinderzimmer
Ich lese mich momentan durch so ziemlich alle Bücher von Daniel Glattauer, aber dieses hätte ich mir doch eher schenken können. Die Idee dahinter (eine regelmäßige Kolumne über die Fortschritte des kleinen Neffen) finde ich zwar gut, aber zwischendurch ist es ein bisschen sehr dröge. Da kann das arme Kind aber auch nix für. ;)

Maximilian Dorner: Lahme Ente in New York
Auch hier finde ich die dahinterstehende Idee (wie man kommt in New York als gehbehinderter Mensch klarkommt – oder auch nicht) gut, aber die Ausführung fand ich dann auch stinklangweilig. Das tat mir nun bei diesem Buch ein bisschen leid, denn ich fand den Autor und seinen offenen und schnörkellosen Schreibstil eigentlich ganz sympathisch.

Daniel Glattauer: Alle sieben Wellen
Der Nachfolger von Gut gegen Nordwind – natürlich ein Muss, denn ich wollte ja unbedingt wissen, wie es mit Emmi und Leo weitergeht. Leider ist dieser Roman nicht ganz so wunderbar schnell wie der Vorgänger, aber beide haben jede Menge Gefühle in sich. Alle sieben Wellen für meinen Geschmack sogar zu viele, was leider dazu führt, dass ich irgendwann das Gefühl hatte einen Nackenbeißer zu lesen. Naja.

Craig Ferguson: American on Purpose
Dazu gibt es einen Blogeintrag.

Gunnar Herrmann: Elchtest. Ein Jahr in Bullerbü
Ikea, Lasse, Bosse, Ole, Michel in der Suppenschüssel, Köttbullar, Alexander und Stellan Skarsgård – Schweden halt. (Ich hätte beinahe auch Smørrebrød aufgeführt, aber mir ist noch früh genug eingefallen, dass das dänisch ist.) Liest sich ganz amüsant und nett, aber viel ist nicht bei mir hängengeblieben.

Alena Schröder: Wir sind bedient. 28 Frauen über harte Jobs und irre Kunden
An dieses Buch habe ich absolut keine Erinnerung.

Thomas Hermanns: Das Tomatensaft-Mysterium
Viele Dinge erinnerten mich sehr an Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt, aber davon abgesehen, fand ich es ganz witzig. Für einen ansonsten langweiligen Sonntagmorgen ist es genau das richtige Buch.

Jan-Josef Liefers: Soundtrack meiner Kindheit
Ich mag JJL und daran hat auch seine Autobiographie nichts geändert. ;) Sie ist nett geschrieben, angenehm zu lesen, es gibt ein paar Fotos und man lernt nebenbei noch ein bisschen über Musik. Nichts überragendes, aber auch nicht schlecht.

Renate Hartwig: Scientology. Ich klage an!
„Nur weil ich paranoid bin, heißt das noch lange nicht, dass niemand hinter mir her ist.“ So ungefähr würde ich die Autorin einschätzen. Es ist tatsächlich zum Teil erschreckend, was Renate Hartwig in diesem Buch veröffentlicht, aber mir fehlt das Grundverständnis von Scientology um diese Sekte wirklich zu verstehen. Und ich glaube auch, dass ihre Ausführung ein bisschen einseitig sind.

Stewart O’Nan: Alle, alle lieben dich
Es passiert eigentlich nicht viel in diesem Buch, aber trotzdem habe ich es fast in einem Rutsch gelesen. Durch die verschiedenen Blickwinkel werden so viele Emotionen aufgerüttelt, dass es schwierig ist das Buch mal zur Seite zu legen. Vielleicht hatte ich deswegen auch das Gefühl, dass es zum Ende hin ein bisschen sehr ermüdend wurde.

Tobias Schlegl: Zu spät? So zukunftsfähig sind wir jungen Deutschen
Zu Viva-Zeiten mochte ich Tobi total, denn immerhin war er Ärzte-Fan. ;) Doch die Ärzte-Songs-als-Kapitelüberschriften-Idee fand ich in diesem Buch aber eher unpassend – auch wenn ein Interview mit Bela dabei ist (das nicht wirklich informativ ist). Insgesamt bleibt alles eher an der Oberfläche und wird immer leicht ins Lächerliche gezogen. Schade, denn ich hatte mir wirklich mehr davon versprochen.

Rocko Schamoni: Dorfpunks
An viel erinnere ich mich leider nicht mehr, aber ich hab gelacht und manchmal reicht das schon.

Bernhard Schlink: Liebesfluchten
Die allererste Geschichte (die ein Bild unter einem Bild zum Thema hat) gefiel mir mit Abstand am besten und ist mir auch fast als einzige im Gedächtnis geblieben. Im Band ist auch die Kurzgeschichte „Der Andere“, die Grundlage für den Film The Other Man mit Liam Neeson und Antonio Banderas war und ich weiß, dass ich den Film sehr beeindruckend fand, die Geschichte hingegen hat mich ein wenig enttäuscht.

Günter Grass: Im Krebsgang
Erstaunlicherweise mochte ich dieses Buch. Es ist allerdings auch nicht sehr lang, so dass sich meine typische Grass-Unmut nicht einstellen konnte. Es ist ein bisschen schwurbelig, weil zwischen den Zeiten hin und her gesprungen wird, aber erstaunlich spannend.

Jim Kokoris: Nie im Leben
Meine Notiz dazu lautet: „Nett.“ Und das ist es tatsächlich auch. Ich hab gelacht, ich hab mit dem 10jährigen Protagonisten gelitten und mich über die Dummheit der Erwachsenen geärgert. Dazu kommen kleine Portionen Spannung, Verzweiflung und Familiensinn. Mehr braucht es eigentlich nicht.

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~ von Sasy - Mai 22, 2011.

5 Antworten to “Gelesen im März 2011…”

  1. Die Glattauer-Bücher über Emmi und Leo habe ich auch gerade verschlungen. Obwohl ich das zweite auch sehr schön fand, auch wenn ich das Ende nicht so ganz schlüssig finde …

    • Ina! Du bist wieder da! *hüpf*

      Ich fand das Ende von „Alle sieben Wellen“ auch ein bisschen komisch, aber naja. Generell mag ich aber Glattauers Schreibweise.

  2. ^^ I’m back
    Welches von ihm kannst Du denn noch empfehlen? „Theo“ ja scheinbar nicht. Wollte mir nämlich auf jeden Fall noch weitere Werke von ihm zulegen.

    • Oh, äh… also mehr als diese 3 hab ich bisher auch noch nicht gelesen, aber seine restlichen Bücher stehen schon auf meinem Wunschzettel. :)

  3. Na Du kommst bestimmt vor mir zum Weiterlesen, dann kannst Du Deine Empfehlung ja nachholen *g*

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