[Challenge] English 2011 – Emma Donoghue: Room

Donoghue, Emma: Room
Erscheinungsjahr: 2010
Seiten: 336
Genre: Belletristik
Leseempfehlung: ja

Am 03. Mai hat Anke mich mit einem Geschenk überrascht – und mir ein Motiv für das Foto des Tages beschert. :)
Der Roman Room stand schon etwas länger auf meiner Wunschliste und wenn ich mich richtig erinnere, ist er dort gelandet, weil ich ihn bei Ana irgendwo gesehen habe. Gelesen hab ich das Buch auch schon Anfang Mai, aber natürlich hinke ich mit dem verbloggen immer ein bisschen sehr hinterher.
Intelligent wie ich bin, hab ich mir natürlich weder den Klappentext noch irgendwelche Zitate aufgeschrieben, bevor ich das Buch verliehen habe. Dolle Wurst.
Dementsprechend muss ich mich jetzt ganz auf mein löchriges Gedächtnis verlassen, was aber vielleicht genau bei diesem Buch gar nicht schlecht ist, denn ich will ja niemanden spoilern.

Room ist aus der Sicht des 5jährigen Jack geschrieben, der sich seit seiner Geburt zusammen mit seiner Mutter im titelgebenden Raum aufhält. Dort gibt es Table, Chair und Bed, aber auch eine verschlossene Tür, die nur nachts manchmal von einem Mann geöffnet wird. Es gibt auch ein Fenster im Dach, gegen das Jack und seine Mutter einmal täglich anschreien. Jack schaut gerne Fernsehen, weiß aber, dass eigentlich alles, was er dort sieht, nicht real ist… oder etwa doch?

Viel mehr zum Inhalt will ich auch gar nicht schreiben, denn gerade dieser unwissende Schwebezustand, der sich von den Figuren auf den Leser überträgt, macht für mich den Reiz dieses Buches aus. Man weiß nicht, was einen auf der nächsten Seite erwartet – und auch Jack weiß nicht, was sich hinter der verschlossenen Tür befindet. Als Leser blättert man mit einer kleinen Handbewegung um, aber Jack und seine Mutter müssen mit viel Kraftanstrengung einen Weg durch diese Tür finden.
Dass der Roman aus der Sicht des kleinen Jungen geschrieben ist, hat Vor- und Nachteile. Durch die vereinfachte Sprache und die anfangs kindliche Ausdrucksweise, ist es mir sehr leicht gefallen eine liebevolle Bindung zu den beiden Hauptcharakteren aufzubauen, aber schon nach ungefähr 100 Seiten merkt man, dass die Autorin „aus dem Rahmen fällt“ und Schlussfolgerungen zieht und Sätze baut, die nicht zu einem Kind passt.

Nach der Hälfte des Buches fällt auch die Spannung merklich ab und auch Jacks Mutter wurde mir durch ihr nicht ganz so nett beschriebenes Verhalten reichlich unsympathisch. Trotzdem habe ich weitergelesen, denn ich habe Anteil genommen an den beiden und wollte natürlich auch wissen, wie es ausgeht. So sollte es ja auch sein – ein Buch muss mich mitziehen können, dann vergebe ich ihm auch die Durststrecken zwischendurch. Und das hat Room definitiv geschafft.

Deshalb: Lesen!

~ von Sasy - Mai 31, 2011.

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