[Challenge] English 2011 – Alan Cumming: Tommy’s Tale

Cumming, Alan: Tommy’s Tale
Erscheinungsjahr: 2002
Seiten: 264
Genre: Belletristik
Leseempfehlung: ja

Klappentext:
Tommy is twenty-nine, lives and loves ins London, and has a morbid fear of the c word – commitment, the b word – boyfriend, and the f word – forgetting to call his drug dealer before the weekend. But when he begins to feel the urge of becoming a father, he starts to wonder if his chosen lifestyle can ever make him happy. His flatmates, the eccentric, maternal Sadie and the stoic, supportive Bobby, encourage Tommy to tone down his lifestyle a wee bit and accept the fact that he’s got to grow up sometime. His boyfriend, Charlie (whose son, Finn, is the epitome of childhood charm), wishes that Tommy could make a real commitment to their relationship. But can he?

Meine  Meinung:
Ich mag Alan Cumming. Zwar erst seit kurzem, aber dafür mit viel Überzeugung und Herz. Bisher ist mir eigentlich nichts von ihm in die Hände gefallen, was ich nicht mochte. Er ist ein bisschen überdreht, dabei aber nett anzusehen, singt angenehm und schreiben kann er offensichtlich auch. Insgesamt erinnert er mich ein bisschen an John Barrowman, nur wilder und „dreckiger“. Ihm fehlt der Sonny-Boy-Charme, aber dadurch wirkt er meiner Meinung nach tatsächlich realer und nahbarer (was ist das Gegenteil von ‚unnahbar‘?) als Barrowman.
Tommy, der Protagonist von Alan Cummings Debütroman, ist da sehr ähnlich. Ein naiv wirkender Kerl, der unbedingt ein kleiner Junge bleiben will. Keine Grenzen, keine Verantwortung, kaum Verbote – das ist das Leben, was Tommy führen will, doch plötzlich erkennt er, dass es Leute gibt, die sich auf ihn verlassen wollen. Schnell entdeckt er, wie beängstigend es sein kann, Verantwortung zu übernehmen.

Ausnahmslos alle Charaktere in Tommy’s Tale sind so liebenswert gezeichnet, dass man sie von den Seiten weg adoptieren möchte. Sadie, Bobby und Tommy leben in ihrer chaotischen WG, mit Charlie und Finn als häufige Gäste, und ich wäre bereit sofort dort einzuziehen.

We didn’t have a towel rail per se. We had a naked male mannequin in the corner onto which we threw a garish collection of towels. It appeared very haphazard, but there was a system: Bobby’s was over the head (because he gave the most, geddit?), and Sadie and i had an arm each – hers was right (because she always was) and mine was left (to match my leaning). The whole ensemble looked like a Muslim lady who’s dropped a few tabs of acid. It was very us.

Natürlich gibt es viele Tränen, Drama, Drogen, Sex und generelle Ahnungslosigkeit – that’s life. Und obwohl das Buch zum Ende hin ein bisschen gehetzt wirkt, macht es richtig Spaß. Ich hab es kaum aus der Hand gelegt, weil ich unbedingt wissen wollte, was mit den einzelnen Figuren passiert und ob es ein Happy End gibt. (Ob es tatsächlich eins gibt, verrate ich hier natürlich nicht.) Alan Cummings Schreibstil hat sein übriges dazu getan. Leicht, locker und immer wieder mit an den Leser gerichteten Einwürfen versehen, macht der Roman einfach Spaß.

I turned my head to face him and the music suddenly seemed twenty decibels louder. Wow! That was weird. I turned back and… yes, much quieter. […] It probably had something to do with where I was sitting in relation to the speakers […] Or maybe it was just the drugs? Whatever, my aural preoccupation prompted Charlie to bawl even louder. I was having major rushes, and I knew that my F.B.M. wouldn’t be far off. That’s nearly the best thing about ecstasy for me, the F.B.M. It stands for Fabulous Bowel Movement, and if the e is good I have one about forty minutes or so after I’ve taken it (depending in when and if I’ve eaten, obviously). But I digress. Back to Charlie…

Fazit:
Wer Alan Cumming mag, der wird auch Tommy’s Tale mögen. Und wer Alan Cumming nicht kennt, aber zeitgenössisch-poppige (no pun intended) Literatur mag, der wird das Buch ebenfalls mögen. Und wer es gelesen hat, der darf gerne mit mir durchdiskutieren, welche Szenen autobiographisch sind und welche nicht.

~ von Sasy - Juni 29, 2011.

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