Beschäftigungstherapie

Mittlerweile war ich noch 2 weitere Male beim Bewerbungscenter und bin immer noch komplett ahnungslos, was mein Sachbearbeiter sich dabei gedacht hat. Beim Termin letzte Woche wurden einige Zettel ausgeteilt, die wir unterschreiben sollten. Benutzerordnung für den Computerraum, Datenschutzerklärung und die unvermeidliche Einverständniserklärung zur Weitergabe von Daten, mit der ich schon bei der (In)CompetenzFactory meine Probleme hatte. Unterschrieben habe ich nur die ersten beiden Sachen – und wurde natürlich stante pede darauf hingewiesen, dass ich die Maßnahme dann wahrscheinlich nicht machen darf, wenn ich das andere nicht auch unterschreibe. Ja, danke. Das hab ich schon durchexerziert und wie vorher auch auf meinen SB verwiesen. Soll der sich damit auseinander setzen.

Dann haben wir die PC erklärt bekommen, d.h. wir haben einen Benutzernamen und ein Passwort bekommen mit dem wir uns jeweils auf den Rechnern anmelden können. Außerdem hat jeder einen USB-Stick bekommen und durfte sich einen Wochentag aussuchen an dem er/sie verbindlich dort beim Bewerbungscenter aufläuft (dadurch soll ein „Stau“ im Computerraum vermieden werden *hömhöm*). Das Ganze dauerte anderthalb Stunden und bestand hauptsächlich aus viel „Oh, mein Monitor geht nicht. Die Maus ist kaputt. Worauf muss ich klicken?“

Ich hab mir als „Besuchstag“ den Dienstag ausgesucht, mit Ausnahme von dieser Woche, da am Dienstag ja Feiertag war. Also bin ich am Mittwoch hingestiefelt. Computer anwerfen, einloggen, Stellenanzeigen suchen und darauf warten, dass Frau H. sich meine Bewerbungsmappe (auf ihren Wunsch hin) nochmal anguckt. Nach einer Dreiviertelstunde kam sie dann auch zu mir, hat sich alles angeguckt und sich noch ein bisschen mit mir unterhalten. Danach fix 2 Stellenanzeigen ausgedruckt – Bewerbungen konnte ich nicht drucken, da die PCs mit Word 2002 (ohne Kompatibilitätserweiterung *argh*) ausgestattet sind und meine Dokumente nicht öffnen konnten – und nach einer guten Stunde wieder ab nach Hause.

Grandios, oder? Ab nächste Woche besteht dann mein ganz persönliches Bewerbungscenter aus folgendem:
Hinfahren, zusehen, dass mich einer der beiden Mitarbeiter sieht und ein Kreuzchen hinter meinen Namen setzt, Stellenanzeigen suchen und ggf. Bewerbungen ausdrucken, nach Hause fahren. Warum einfach, wenn’s auch schwierig geht…

~ von Sasy - Mai 3, 2012.

2 Antworten to “Beschäftigungstherapie”

  1. Aber du musst nicht 9 Stunden jeden Tag da rumsitzen, oder? Abgesehen davon hört es sich so sinnvoll an wie das Programm an dem ich teilnehmen musste. Aber wir haben keinen USB-Stick bekommen… bin ein bißchen neidisch. :) Aber ich bewundere ja deinen Elan.

    • Nein, 9 Stunden täglich muss ich dort GsD nicht rumsitzen. Ich muss mich lediglich 1x die Woche dort sehen lassen. Wie laneg ich bleibe oder was ich mache, wird dort offensichtlich nicht kontrolliert.
      Bei der letzten Maßnahme hab ich auch keinen USB-Stick bekommen – und durfte noch nicht einmal selbst an den PC. Ich bin also offensichtlich aufgestiegen. *gg*

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